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Was ist eine Narrenzunft? Eine Narrenzunft in der schwäbisch-allemannischen Fasnet begründet sich meist auf örtliche Gegebenheiten, Sagen oder der heimischen Tierwelt.Um einige Beispiele zu nennen: Kobolde zum silbernen Mehlstaub. à die Sage vom bestohlenen Müller, dem die Kobolde in der Nacht sein Mehl zurück bringen. Rebhehle à auf der Gemarkung von Leinfelden gab es früher viele Rebhühner Heulerhexen Sielmingen à es existiert die Sage vom Heuler vom Weiler, der seine junge Frau verstieß,die dann zur Hexe wurde,Hauptfigur ist der Heuler vom Weiler und die Hexen.In der Narrenzunft geht es um den Erhalt des Brauchtum, sie besteht in der Regel aus demZunftrat, der sich aus Zunftmeister, Stellvertreter ,Häswart und Kassiererzusammensetzt und den Mitgliedern.Es sollte bei Gründung der Zunft über eine Zunftordnung abgestimmt werden, an die sich ohne Ausnahme alle Mitglieder halten müssen.Kleidung: Bei Gründung wird über ein Kostüm, die richtige Bezeichnung lautet Häs, abgestimmt. Dieses Häs ist das Aushängeschild der Zunft und bleibt in seinenGrundbestandteilen immer gleich. Zu einem Häs gehört in der Regel auch eine Holzmaske, Larve genannt!In der Zunftordnung kann festgelegt werden, ob und wie man die Maske trägt, beziehungsweise ob es auch Hästräger ohne Masken geben kann.Â
Wie kommen wir auf Kasbruchhexen?  Auf der Suche nach einer Begebenheit mit der wir eine Narrenzunft gründen können,wurde Rolf fündig beim Heimatverein.Es gibt eine Sage, die von einem Fürsten handelt,dieser hatte eine Gespielin, eine Köhlerstochter. Der schönen ,jungen Frau baute er ein Schloss auf dem Hirschberg. Eines Nachts bei einem Gewittersturm wollte er zu ihr. Als er bei dem Schloss ankam fand er alle Fenster hell erleuchtet. Er sah hinein und was er sah ließ ihn vor Schreck erstarren. Die Schöne zeigte ihr wahres Gesicht, sie war eine Hexe und tanzte mit ihren Kumpanen und Teufeln. Der Fürst machte der Hexe den Garaus und das Schloss dem Erdboden gleich. Aus Verzweiflung über das was ihm geschah, setzte er sich auf einen restlichen Stein des Schlosses und weinte blutige Tränen. Seit dieser Zeit ist das Kasbruchtal als sehr wasserreich bekannt und noch heute kann man in einer stürmischen Gewitternacht die Hexen und Teufel auf dem Hirschberg tanzen sehen. Ein weiterer grund für den Namen ist der , das unser Freibad im Kasbruchtal dem neuen Spaßbad in Neunkirchen zum Opfer fällt und an das wir so immer zurück denken können. Wie könnten die Kasbruch - Hexen aussehen?
 Um von oben anzufangen würde ich vorschlagen, das man eine Holzmaske wählt, die mit langem Rosshaar bestückt wird, evtl. ein Kopftuch darüber.Das Rosshaar könnte auch unterschiedliche Farben haben. Das Oberteil stelle ich mir als Bluse vor in wasserblau, vielleicht um das Ganze aufzulockern mit einem kleinen weißenMuster. darauf eine ärmellose weste in waldgrün. Der Rock könnte im gleichen grün sein wie die weste, weit fallend bis kurz unter das Knie, evtl. mit einer wasserblauen WellenbordüreAbgesetzt. Darunter einen weißen Spitzenunterrock der ca. 5 cm unter dem Rock hervorschaut und eine weiße Unterhose wie zu Großmutters Zeiten, die auch unter dem Rock sichtbar wird. Strümpfe in grün-blau geringelt und Strohschuhe oder Schuhe mit Leinen beklebt.Natürlich gehören auch ein Hexenbesen und farblich passende Handschuhe zur Ausstattung. Halterung für die Blechtasse nicht vergessen! Wenn keine Maske angezogen wird , ist es üblich den Kopf mit einer kleinen Strickmütze zu bedecken, dafür schlage ich blau-grün geringelt vor. Alternativ wäre auch zu überlegen,Stoffmützen zu nehmen(wie Martin sie hat),da kann man die Hexennamen besser drauf sticken.
Was tut eine Narrenzunft?  Erste Priorität für uns sollte der Spaß am Fasching sein , gepaart mit em Wunsch etwas anderes in den " gewöhnlichen" Fasching zu bringen, nämlicheinen Hauch schwäbisch – allemannische Fasnet. Wer diese einmal erlebt hat, wird verstehen was wir gerne erreichen wollen. Mit der Gründung einer Zunftwerden wir Kontakte zu anderen Narrenzünften aufbauen können. Bevor wir an Umzügen teilnehmen können, müssen wir getauft werden, dazu müssen wir uns ein Taufritual und einen Taufspruch überlegen.Zukünftig werden dann in jedem Jahr die neuen Mitglieder mit dem gleichen Ritus getauft. Da ich schon bei einigen Taufen zu Gast war , hier ein paar Beispiele:Sieben - Mühlental-Hexen - die Täuflinge werden kopfüber in einen Bottich mit Wasser und diversen Zutaten( Hering, Wiener, Senf ...) getaucht, so 3-5 mal! Überlaufendes Wasser wird aufgeputzt und in den Bottich zurückgegeben. Ab hinein mit dem nächsten! Rebhehle müssen was Ekeliges essen und trinken und werden mit der Klobürste mit Sauerkrautwasser getauft. Außerdem gibt es einen Stempel auf die Stirn, bei den Sieben-Mühlental-Hexen auf den Bauch.Jeder Täufling braucht einen Paten aus einer Narrenzunft! Da wir noch keine Taufe hatten, würde ich vorschlagen, dass wir unsere Taufe mit den Heulerhexen Sielmingen machen , entweder bei denen oder wenn sie zu uns kommen an Fasching. Auch unsere Freunde von den Vip-Guggen und den Spitzkrautteufeln würden uns sicher gerne unterstützen.Später, wenn unsere Zunft genügend Mitglieder hat könnte man auch einen Hexentanz einstudieren. Dieser erzählt die Geschichte , die hinter dem Häs steht.Auch müssen wir uns überlegen, welchen Schabernack wir auf den Umzügen mit den Leuten treiben. Hier gibt es eine große Bandbreite: von Schnürsenkeln und Haarbändern klauen über Füße zusammenbinden ,wie einen Weihnachtsbaum verschnüren oder einen stinkenden und qualmenden Wagen hinter sich herzuziehen.Auch ein Stempel für Passanten und Handschuhe schwärzen und dann damit den Leuten durchs Gesicht streicheln wäre eine Möglichkeit.Bonbons werfen sollte nur eine untergeordnete Rolle spielen, dafür sind Kappenträger , Spassbremsen und Hupfdohlen zuständig.Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, allerdings müssen wir beachten, daß die Menschen in dieser Gegend die Späße der Hexen und Teufel  noch nichtgewöhnt sind, also erst mal langsam., damit wir die Menschen nicht überfordern. Austoben können wir uns ja dann, wenn wir im Schwabenländle auf einem Umzug eingeladen sind. Vielleicht könnten wir ja für jede Hexe/Teufel einen eigenen Namen suchen, auf den derjenige dann getauft wird.  z.B.: Silvia - Ottielia               Yvonne  - Vipania               Rolf -Vopoli              Claudia -Paulinia              Petra - Poschdania         Martin - Laurinia; Pedalina  Einleitung zur TaufeÂ
Hier stehen sie , die armen Tröpfe,und senken ihre großen Köpfe.Narren wollen sie heut werden, als Hexen,Teufel hier auf Erden.Drum kommet her und nehmet anwas eure Aufgab werden kann.Trinkt aus der Kasbruchquellund ihr werdet auf der Stell,wissen was die Stund geschlagen.Ihr seid Narren , ohne Fragen!Hexen springt mit eurem BesenTeufel schreckt mit eurem Wesen,Männer ,Frauen, manche Jecken,die Maske wird euch gut verstecken.Zeigt niemals euer wahr Gesicht,nur bei Kindern tut es nicht!Kindern nehmt ihr schnell den schrecken,tut ihr euch nicht mehr verstecken!Mit Donnerhall wir heut erkennen,wir euch in Zukunft nennen!So komm nun her du Menschenkind,das wir dich taufen ganz geschwind! Ottielia soll nun dein Name sein,sag deinen Taufspruch ganz allein! Taufspruch Feierlich gelob ich heut,das mich das Narrendasein freut.Voll stolz will dieses Häs ich tragen und meinen Hexen/Teufelsnamen sagen.Ottielia soll man mich nennen, an Faasenacht mich all so kennen.Will Späße treiben mit den Leut,dass die Leut die Faasenacht freut. |